Dienstag, 7. September 2010

Fiji midsemester break


Bula,
wie man so schön auf den Fidschi Inseln sagt.
Braungebrannt und total relaxt sind wir wieder in Melbourne gelandet. Doch fangen wir mal von vorne an :)
Am Donnerstag morgen ging es um 6:30 Uhr noch leicht erkältet los Richtung Fidschi. Mit Umstieg in Sydney waren wir dann erst gegen 18 Uhr auf Fidschi da wir durch die Zeitumstellung nochmal 2 Stunden verloren und somit 10 Stunden voraus waren. Unser Resort auf der Maininsel lag nur 20 minuten vom Flughafen entfernt, allerdings war es trotzdem schon dunkel als wir dort ankamen. Wir hatten zwar eine kleine Hütte direkt am Strand aber trotzdem gings erstmal ab in die Hängematte :)
Am nächsten morgen wurden wir schon um 6 Uhr von so lautem Vogelgezwitscher geweckt, dass ich dachte unsere Hütte ist nen Vogelhaus aber da wir ja aus Melbourne Presslufthammer und Baustellenfahrzeuge direkt vor unserem Haus gewohnt sind (Als wir die Wohnung angeschaut haben wars super leise und genau in der Woche als wir eingezogen sind wurde eine 24 Stunden Baustelle eingerichtet da natürlich genau in den 4 Monaten in denen wir hier Wohnen die Tramgleise erneuert werden müssen *grml*) war es ja doch schonmal eine verbesserung :) Die ersten 3 Tage auf der Maininsel wollten wir eigentlich für 1 oder 2 größere Touren nutzen, was allerdings dann nur auf Stadt und Hafenbesuche rauslief, auch da wir allein für eine 4 stündige Rivertour 300 Fidschidollar (110€) hätten bezahlen müssen. Am zweiten Abend in der Hängematte chillend kamen wir dann auf das Resümee, dass wir ohne Sonnencreme, Mosiktoabwehr und Mütze oder Sonnenhut mal wieder bestens vorbereitet in unseren Urlaub gestartet sind ;)
An unserem Transfertag am Montag sind wir dann nicht direkt auf unsere Insel welche nur 35 Minuten von der Maininsel entfernt ist sondern sind die komplette Route (8,5 Stunden) unseres Transferboots (ein gelber Katamaran) mitgefahren und erst auf dem Rückweg auf Bounty Island ausgestiegen. Das Wetter war wie die bisherigen Tage ebenfalls wirklich super. So gut wie keine einzige Wolke am Himmel und strahlender Sonneschein bei 30° :)
Die Mittagspause haben wir bei der sogenannten „Blue Lagoon“ verbracht welche wie der Namen schon sagt wirklich unglaublich blaues Wasser hat. Auf Malta gab es zwar auch so eine Blue Lagoon, allerdings war diese hier bestimmt 20 mal so groß und auch bestimmt 20 mal schöner.
Das mit dem Katamaran ist wirklich lustig, da er an keiner Insel wirklich anlegt sondern immer knappe 300 Meter weg anhält und dann ein kleines Boot von der Insel die Leute abholt oder hinbringt.
Auf Bounty Island angekommen waren wir dann erstmal erstaunt wie klein sie war. Es gab dort lediglich unser Backpaper Hostel, welches aus 20 kleinen Hütten direkt am Strand (sog. Bures) für die Gäste zwei großen Mehrbettzimmern einem abgegrenzten Bereich für die Angestellten und eben 2 großen Gemeinschaftsräumen mit Rezeption, Essens- und Poolbereich. Sonst gab es wirklich nur Sand und Wald. Man hat nur 30 Minuten gebraucht um einmal komplett um die Insel zu laufen, aber wer will schon laufen wenn ers von seiner Hütte zur Hängematte direkt am Wasser nur 10 Meter hat ;)
Am Dienstag war war es dann den ganzen Tag bewölkt aber hatte dafür auch guten Wind den ich zum Segeln genutzt habe, allerdings nur knapp 30 Minuten da dann auch noch starker Regen dazu kam. Mittwoch und Donnerstag wars leider auch noch die ganze Zeit bewölkt weshalb unsere große Segeltour am Donnerstag auf einem 25 Meter Segelboot inkl. Grillen ein bisschen kühl war aber der besucht auf der berühmten Castaway hat es dann wieder gut gemacht. Die Insel ist wirklich super klein da sie zu 4/5 aus einem Berg besteht und nur eine kleine Sandzunge die begehbar und zum größten Teil aus Wald besteht hat.
Erst an unserem vorletzten Tag, also Freitag wurde das Wetter dann wieder – genau rechtzeitig für unsere Schnorcheltour – wieder besser. Die Tage davor waren wir ja ebenfalls schon bei dem Riff bei unserer Insel schnorcheln aber diesmal hatten wir eine Tour gebucht mit der wir weiter rauf aufs Wasser zu einem anderen Riff gefahren sind. Unser Tourguide hatte ein bisschen Toast dabei dank dem innerhalb von nur ein paar Sekunden ein rießiger – und ich mein wirklich rießig – Schwarm Zebrafische neben unserem Boot war. Auch als wir dann im Wasser waren hatten sie keinerlei Angst vor uns weshalb man direkt mitten rein schwimmen konnte und ich muss sagen, das war so ziemlich das coolste was ich je erlebt hab. Man hat überall nurnoch Fische gesehen und teilweise sind sie auch direkt vor der Taucherbrille entlang geschwommen oder haben sogar daran „gestubst“ oder wie man das nennt. An der Taucherbrille sah das echt cool aus aber am Bauch hats dann doch bisschen gekitzelt ;)


Also Fidschi ist auf jeden Fall eine Reise wert aber von Deutschland doch zu weit für nur einen Urlaub da es ja immerhin auch 10 Stunden Zeitverschiebung sind. Die Leute sind, obwohl der größte Teil doch sehr arm ist alle super nett und hilfsbereit. Und die Landschaft ist natürlich ein Traum. Knapp 400 kleine Inseln mit einsamen Stränden von denen sogar nur knapp 250 einen Namen haben.

So, jetzt muss ich mal wieder aufpassen in der Vorlesung hier ;)

Viele Grüße
Benni & Nemo (den hab ich beim schnorcheln getroffen und er meinte ich soll grüße ausrichten ;))

Keine Kommentare: